
Autor: nsr
Reisesegen-Gottesdienst und Gemeindefest in Honrath!

Die Evangelische Kirchengemeinde Wahlscheid und die Ev. Emmaus-Gemeinde Lohmar laden herzlich zum Reisesegen-Gottesdienst mit anschließendem Gemeindefest ein, in diesem Jahr feiern wir in Honrath!
Am 12.07.2026 starten wir um 10 Uhr bei gutem Wetter mit einem Reisesegen-Gottesdienst im Kirchgarten der Ev. Kirche Honrath (Peter-Lemmer-Weg 1, 53797 Lohmar). Bei Regen weichen wir in die Kirche aus. Für musikalische Begleitung sorgt unser Projektchor.
Im Anschluss laden wir Sie und Euch herzlich ein uns ins Peter-Lemmer-Haus zu begleiten (Peter-Lemmer-Weg 20, 53797 Lohmar). Dort feiern wir rund ums Gemeindehaus ein buntes Fest mit vielen Aktionen für alle:
- Salat- und Kuchenbuffet (Sie möchten einen Salat und/oder einen Kuchen beisteuern? Dann melden Sie sich bitte in den Gemeindebüros Honrath oder Wahlscheid)
- Grillwürstchen im Brötchen
- Popcornmaschine
- Kickerturnier, Fußball-Dart
- Kinderprogramm (Bastelecke, Kinderschminken, Hüpfburg)
Selbstverständlich gibt es auch Musik, die Jugendband der Ev. Kirchengemeinde Wahlscheid wird für uns alle Rock- und Popmusik spielen. Zum Abschluss (ca. 14:30 Uhr) gibt es noch ein kleines Mitsingkonzert mit gemischten Genres, geleitet von Wilfried Thuir. Wir freuen uns auf viele Besucher und einen schönen Tag in netter Atmosphäre!
Stadtradeln 2026 – Team Evangelisch in Lohmar holt den 3. Platz
In diesem Jahr fand der Stadtradeln-Wettbewerb in Lohmar, für uns recht überraschend, bereits im Frühjahr statt. Der Zeitraum ein Team an den Start zu bringen, war für uns diesmal knapp – aber, siehe da, es kamen doch jede Menge Radler*innen zusammen.
Angemeldet hatten sich 44 Radelnde von denen 39 aktiv in die Pedale getreten haben. Platz 1 brachte es auf stattliche 863km, Platz zwei noch auf 480,2km.
Das Team hat in Summe insgesamt sagenhafte 6.143km erradelt. Das ist der Wahnsinn! Damit haben wir nicht nur Platz 3 in der Kommune belegt, sondern auch noch 1.007,5kg CO2 vermieden.
Diese großartige Leistung heißt aber nicht nur, dass wir viel geradelt sind, nein, sie bringt der Willkommenskultur Lohmar auch noch eine Spende in Höhe von 3.071,50€ ein, die von der Ev. Emmaus-Gemeinde Lohmar und der Ev. Kirchengemeinde Wahlscheid jeweils hälftig aus eigenen Mitteln gezahlt wird und somit die wichtige Arbeit der Willkommenskultur maßgeblich unterstützt.
Danke für euer tatkräftiges Zutun 😉
Wir freuen uns jetzt schon aufs nächste Jahr – vermutlich werden wir das Procedere dann ein wenig ändern. Dazu informieren wir aber frühzeitig. Einen Fahrrad-Gottesdienst wird es in diesem Jahr leider nicht geben, da der Wettbewerb für uns sehr kurzfristig kam – fand er ja sonst immer im Herbst statt.
Text: Nicole Swerbinka
#EinfachHeiraten – Ein segensreicher Tag

„Einfach heiraten“ hat den Paaren offensichtlich große Freude bereitet. 60 Paare haben sich am Schnapszahl-Datum 26.6.2026 bei einem überraschenden kirchlichen Event in Seelscheid segnen bzw. trauen lassen. Eine gelungene Premiere: Viele ließen sich kirchlich trauen, andere ihre Partnerschaft segnen, viele aus Anlass ihres Ehejubiläums.
Manche kamen zu zweit, andere brachten Kinder mit, wieder andere Eltern, Freundinnen und Freunde. Ein Paar hatte den Haushund dabei, ein anderes einen Posaunenchor, ein weiteres brachte kopierte Liedblätter für ihr kölsches Lieblingslied mit. In der Seelscheider Dorfkirche, nebenan unter einem schattenspendenden Kuppelzelt oder in der Remise weiter unten im Dorf, einem offenen Fachwerkhaus – 54 Paare hatten schon im Vorfeld ihren Lieblingsort ausgewählt. Nur zwei Paare sagten am Morgen dieses enorm heißen Tages kurzfristig ab, dann kamen noch einige spontan. Für die spontanen Segnungen war nah der Kirche ein weiterer Ort aufgebaut – auf grüner Wiese unter altem Baum.
Elegantes Neckholder-Kleid oder Shirt mit Leggins. Highheels oder Sneaker. Shorts und gebügeltes weißes Oberhemd. Wildblumensträußchen in der Hand. Handy in der Hosentasche. Die Paare kamen, wie sie wollten. Genau so war es gedacht: „Einfach heißt: Komm, wie du bist und wie du dich wohlfühlst“, so Pfarrerin Selma Gieseke-Hübner von der gastgebenden Evangelischen Kirchengemeinde Seelscheid.
Superintendentin Almut van Niekerk ist am Ende des Tages komplett froh: „Wir hatten gehofft, dass es gut wird – es wurde einfach wundervoll! Alle, die kamen, haben den Tag zu etwas ganz Besonderem werden lassen, mit ihrer je eigenen Geschichte, manche mit schwerem Sorgenpaket, die meisten voller Glück – mit einem geliebten Menschen an der Seite.“ Auch Pfarrerin Gieseke-Hübner ist von Herzen begeistert über den großartigen Zuspruch an diesem Tag. „Das Zweite sind die Geschichten hinter den Menschen.“ So war ein Paar extra aus dem Sauerland gekommen, um die noch nicht angetretenen Flitterwochen nun zu starten – mit dem Segen zur Silberhochzeit.
Jens Römmer-Collmann, Pfarrer und als Assessor der Stellvertreter der Superintendentin: „Einfach bedeutet für mich: unkompliziert, spontan und auch erschwinglich.“ Das Event war eine Einladung des Evangelischen Kirchenkreises An Sieg und Rhein an alle miteinander verbundenen Menschen, evangelisch oder nicht, heterosexuell oder queer, frisch verliebt oder längst verheiratet. Möglich wurde das Fest durch ehrenamtliches Engagement und Teamspirit. Pfarrpersonen, Vikare und Diakoninnen übernahmen die Zeremonien. Kirchenmusiker*innen sorgten für Livemusik – aus der Setlist konnten die Paare jeweils ihre Favoriten auswählen. Angesichts des großen Zuspruchs ist klar: Der Evangelische Kirchenkreis An Sieg und Rhein wird bald in die Planung für das nächste Fest gehen.
Fotos: EKASuR/Anna Neumann
תודה רבה „Todah rabah“ – Vielen Dank

… das sagen wir aus gutem Grund schon heute. Vielen Dank an David Hubert, Brigitta Wingen und vor allem die Schüler*innen der Projektkurse „Gegen das Vergessen“, des Paul-Klee-Gymnasiums Overath. Sie alle haben es möglich gemacht, dass die Ausstellung „Die Hölle auf Erden – Das (Über-)leben in Ausschwitz“, die im Laufe des letzten Jahres als Ergebnis des Projektkurses entstanden ist auch bei uns hier in Wahlscheid präsentiert werden kann. In ihren Ausarbeitungen beschäftigen sich die Schüler*innen intensiv mit den Schicksalen von Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz.
Auch die hohen Temperaturen des heutigen Tages konnten die Schüler*innen nach absolviertem Sporttag nicht davon abhalten, annähernd vollzählig in der Ev. St. Bartholomäuskirche zu erscheinen und die Ausstellung, die vor zwei Wochen schon für zwei Tage im Kulturbahnhof Overath präsentiert wurde, nochmals für uns aufzubauen.
Eröffnet wurde diese heute Nachmittag mit einer Andacht, gehalten von Pfr. Albi Roebke, der kurzfristig für den „Hausherrn“ Pfr. Thomas Weckbecker eingesprungen war. Eindringlich erklärte Roebke, dass wir alle, egal welcher Herkunft, welcher Hautfarbe, welchen Geschlechts und welchen Glaubens auch immer, Brüder und Schwestern sind und dass das, was geschehen ist, nie wieder geschehen darf. Musikalisch begleitet wurde die Andacht von Xenia Ielnikova, die mit Dietrich Bonhoeffers „Von guten Mächten“ und dem Abspann-Titel „Jerusalem of Gold“ aus dem Film „Schindlers Liste“ thematisch auf den Punkt am Flügel begleitete. Aber auch der digital eingespielte Titel „Mein Name ist Mensch“ der 70er Jahre Polit Rockband „Ton, Steine, Scherben“ passte hervorragend zur Thematik.
Nach einem kurzen Exkurs zu hebräischen bzw. jiddischen Begriffen, die wir hier und da, oft ihrer Herkunft unbewusst, im Alltag verwenden (Maloche, Ganove, Schlamassel Tohuwabohu uvm.), wünschten die knapp 30 Besucher einander dann noch herzlich „Hals- und Beinbruch“. Denn auch dieser Wunsch fusst auf dem Jiddischen. Hazlacha uwracha, was übersetzt „Glück und Segen“ bedeutet, klang auf Deutsch für Außenstehende wie „Hals- und Beinbruch“. Weil der Klang ähnlich war und der Wunsch positiv gemeint ist, etablierte sich diese Form im alltäglichen Sprachgebrauch. Dies am Rande.
Wer wissen möchte, was Schneewittchen und ein Galgen in ein und dieselbe Ausstellung bringt, kann die herausragenden Arbeiten der Schüler*innen, die sich auf sehr respektvolle und zugleich intensive und beachtliche Weise mit dem Holocaust beschäftigt haben, noch bis zum 5.7. ansehen. Gezeigt werden Gemälde, Collagen, Werkstücke, Fotos und Texte. Die Ev. St. Bartholomäuskirche ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Wir sagen ganz klar „Prädikat wertvoll“ – gerade in diesen Zeiten und freuen uns darauf, Sie und euch in den nächsten zwei Wochen bei uns in Wahlscheid – Bartholomäusstr. 6 – begrüßen zu dürfen.
Text und Bilder: Nicole Swerbinka

Die Ausstellung „Die Hölle auf Erden. Das (Über-)Leben in Auschwitz“ ist das Ergebnis von einem Jahr Arbeit der Projektkurse „Gegen das Vergessen“ der Q1 des PKG Overath unter der Leitung von Frau Wingen und Herrn Hubert, in denen sich intensiv mit dem Holocaust und den Schicksalen von Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz beschäftigt wurde. Im Verlauf des Projektes hat sich jede(r) intensiv mit der Biografie eines/einer Überlebenden auseinandergesetzt, mit Menschen beschäftigt, die verfolgt, entrechtet und ermordet wurden. Im zweiten Teil der Projektarbeit setzten sich die Schülerinnen mit den Erlebnissen der Personen auf kreative Weise auseinander. Die Ergebnisse sehen Sie in der Ausstellung. Anliegen der Schüler*innen ist es an die Opfer dieser Verbrechen zu erinnern und von ihren Schicksalen zu berichten.
(Auszug aus der Einleitung der Broschüre zur Ausstellung)





