Spendenübergabe in Sankt Augustin!

DANKE, dass ihr das möglich gemacht habt!

Wie in jedem Jahr kommt auch der Erlös des Nikolausmarktes 2025 einem guten Zweck zu Gute. Wir, und auch die beiden „Begünstigten“ sind überwältigt, was unter dem Strich als Spende überbleibt.

Beachtliche 8.902€ können wir als Erlös des Nikolausmarktes 2025 verzeichnen. Das ist der Wahnsinn und wohl kaum mehr zu toppen. Wir haben den jeweils hälftigen Betrag an den Verein zur Förderung der Kinderklinik St. Augustin e.V. und an den Ambulanten Hospizdienst St. Augustin gespendet.

Mitte März fand die symbolische Scheckübergabe statt an der für die Kirchengemeinde die stellv. Vorsitzende des Presbyteriums, Ariane Fuchs und für den Förderverein der Direktor der Kinderklinik und 1. Vorsitzende des Fördervereins Prof. Dr. med. Gerd Horneff sowie für den Hospizdienst der Vorsitzende Frank Steeger samt Kolleg*innen teilnahm. Die Freude über einen solch hohen Spendenbetrag war bei beiden groß und es lassen sich mit dem Geld viele wichtige Projekte realisieren.

Das Geld kommt in der Kinderklinik Anschaffungen und Projekten zu Gute, die vor allem dazu dienen, die Versorgung der jungen Patienten über die Normalversorgung hinaus zu optimieren. So sollen zum Beispiel auch die Angehörigen gut untergebracht sein und sich wohlfühlen, wenn sie den kleinen Patienten zur Seite stehen. Auch diese profitieren selbstverständlich von unserer Spende – so werden damit Anschaffungen getätigt, die zu einer Wohlfühlatmosphäre im Klinikum beitragen. Im Vordergrund steht stets, dass der Aufenthalt für die Familien so gestaltet werden soll, dass er trotz allem in guter Erinnerung bleibt.

Der Ambulante Hospizdienst, der nicht nur im Bereich der Sterbebegleitung, sondern auch in der Trauerbegleitung aktiv ist, wird unsere Spende nutzen, um noch mehr Menschen in der Trauerbegleitung zu befähigen. Dieser Bereich ist von der Ausbildung bis zur Betreuung der Ehrenamtlichen komplett auf Spenden angewiesen.

So geben wir den Dank für die beeindruckende Spende in Höhe von zweimal 4.451€ gerne auch an Sie und Euch als Besucher*innen und/oder Mitwirkende unseres Nikolausmarktes weiter – denn ohne Sie und Euch wäre dies nicht möglich gewesen.

Text und Fotos: Nicole Swerbinka

Gottesdienst gegen das Vergessen

Maria Hohn, Opfer der Nazi-Euthanasie in Hadamar. Verstorben am 2. März 1943. Angeblich an Entkräftung und Herzschwäche. Werner Reuter war im Zusammenhang mit der LVR-Ausstellung zu Medizinverbrechen in der NS-Zeit, die im vergangenen Jahr in unserer Ev. St. Bartholomäuskirche gezeigt wurde, auf sie aufmerksam geworden. Gemeinsam mit Pfr. Thomas Weckbecker hatte er dann im letzten Jahr die Tötungsanstalt in Hadamar besucht. Beide konnten dort die Krankenakte von Maria Hohn einsehen und fanden u.a. auch Briefe von Familienangehörigen. Als Mahnung und um das Andenken lebendig zu machen bzw. zu halten, kam man schnell zu dem Entschluss eine Gedenktafel für Maria Hohn zu erstellen und diese neben unserer Kirche mit Blick Richtung „Neue Mühle“, dem Wohnort von Maria Hohn, aufzustellen.

Im Abendmahlsgottesdienst am 1. März – einem Tag vor dem Jahrestag des Todes – war es endlich soweit. Die Gedenktafel für Maria Hohn wurde eingeweiht und im Anschluss an den Gottesdienst vor der Kirche angebracht. Die Auswahl der Lieder und die Lesung unterstrich die Thematik, so heißt es in Galater 5, dass niemand über einen anderen bestimmen darf, dass wir ALLE gleich und Kinder Gottes sind.
„Das, was in der Nazi-Zeit passiert ist, darf nie wieder geschehen und das ist unsere gemeinsame Verantwortung!“ dies betonte neben Pfr. Weckbecker auch Bürgermeister Matthias Schmitz, der der Einladung zur Einweihung der Gedenktafel gerne gefolgt war. Er wies darüber hinaus auf die immense Bedeutung hin, Menschen wie Maria Hohn – als Teil lokaler Geschichte – aus der Anonymität zu holen.

Nach Anbringen der Gedenktafel im Anschluss an den Gottesdienst, berichtete Pfr. Weckbecker noch von der Idee, eine bisher „namenlose“ Straße in Wahlscheid nach Maria Hohn zu benennen. Zu diesem Zweck sammelte Werner Reuter Unterschriften – ein Antrag wird alsbald bei der Stadt eingereicht werden.

Zum Abschluss waren alle Anwesenden zum Austausch bei Kaffee und Kuchen eingeladen und konnten sich die auf einer Stellwand präsentierten Dokumente zu Maria Hohn ansehen.

Text und Bilder: Nicole Swerbinka