
Am 14. Juni war es wieder soweit – es wurde Regionalgottesdienst gefeiert. Dieses Mal in Much. Gut 200 Gottesdienst-Besucher aus den evangelischen Gemeinden Much, Neunkirchen, Seelscheid, Lohmar, Wahlscheid und Overath waren der Einladung gefolgt und fanden sich um 11 Uhr zum gemeinsamen Gottesdienst in der ev. Kirche in Much ein und so waren Kirch- und angrenzender Gemeinderaum gut gefüllt.
Zusammenwachsen! – zusammen wachsen! war das diesjährige Motto des Gottesdienstes und zog sich so auch als roter Faden durch den gesamten Gottesdienst. Sei es in der Predigt oder auch in der Musik- bzw. Liedauswahl.
Nach der Begrüßung durch Pfrin. Sabrina Frackenpohl-Koberski und dem liturgischen Einstieg verließ der Großteil der Pfarrer*innen die Kirche wieder. Der erste, der zurückkam, war Pfr. Albi Roebke – mit Arbeitshandschuhen ausgestattet erklärte er den Gottes-dienstbesuchern zu den im Altarraum stehenden Apfelbäumchen, dass das dritt-meistgenannte Wort in der Bibel das Wort „Baum“ sei. „Wir Menschen können pflanzen, aber nur Gott lässt wachsen“, so Roebke. „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“, soll Martin Luther einst gesagt haben.
Und so kamen die Pfarrer*innen eine(r) nach der/dem anderen wieder in die Kirche. Pfr. Dr. Uwe Rieske mit einer Wanne, Pfr. Thomas Weckbecker mit einer Schubkarre voll mit Pflanzerde, Pfrin. Selma Gieseke-Hübner mit einem Spaten, Pfrin. Angela Pollmann mit einer Gießkanne voller Wasser und zuletzt Pfr. Oliver Bretschneider mit einem Päckchen Dünger. Jede und jeder erzählte, was das Mitgebrachte zum Wohl und Wachstum des Bäumchen beiträgt.
Und so war bestimmt allen Anwesenden klar: Im übertragenen Sinne können auch wir nur dann zusammenwachsen bzw. zusammen wachsen, wenn alles in der richtigen Konstellation zusammen kommt: die richtige Erde in einem ausreichend großen Pflanzloch mit genügend Wasser und ausreichend Dünger. Wenn wir uns von ein bisschen was Altem trennen und hier und dort Neues dazugeben, dann kann die Gemeinschaft Wurzeln schlagen und Früchte tragen. Ja, es braucht Mut sich aufeinander einzulassen, aber genau das – um Gottes Willen – ist es, was wir brauchen um aufeinander zu zugehen, zu wachsen, zu blühen und füreinander dazu sein. So lasst uns Neues entdecken und Vertrautes mit anderen Augen sehen.
Um das Gesagte auf einen guten Weg zu bringen, waren nach dem Gottesdienst alle zu einem gemeinsamen Beisammensein eingeladen. Es gab Würstchen vom Grill und selbstgemachte Salate und Kuchen, kühle Getränke und selbstverständlich leckeren Kaffee. Für die Kleinen gab es im Garten einen Menschenkicker und eine Kinderschmink-Aktion. Und so blieben fast alle und genossen das Zusammensein, die netten Gespräche und das Miteinander. Ein rundum schöner und gelungener Tag. Um allen Gemeinden noch Wünsche mit auf den Weg zu geben, konnte, wer wollte, einen solchen auf vorbereitete Anhänger schreiben und in die Bäumchen hängen. Ein Bäumchen wird nun in den kommenden Tagen hier bei uns in Wahlscheid seine Heimat finden und hoffentlich zu einem stattlichen Apfelbaum gedeihen.
Und so bleibt zu guter Letzt nur ein großes „Herzlichen Dank“ an alle, die zum Gelingen dieses Gottesdienstes und des anschließenden Festes beigetragen haben. Ihr wart klasse!
Im nächsten Jahr soll der Regionalgottesdienst in der Emmaus-Gemeinde Lohmar gefeiert werden – wir freuen uns schon jetzt darauf.
Text: Nicole Swerbinka
Bilder: Ev. KGMs der Region










