
Autor: nsr
Der 8-8-9er – mit der Ev. Kirchengemeinde Wahlscheid unterwegs im Ijssel- und Wattenmeer – Ein Reisebericht

Anders als in den letzten Jahren gab es in diesem keine reine Jugend- sondern eine generationenübergreifende Segelfreizeit – organisiert von der Ev. Kirchengemeinde Wahlscheid.
Wie schon in den Vorjahren ging es auch dieses Mal am Morgen des Ostermontags los. Mit drei Gemeindebussen machten sich insgesamt 9 Erwachsene und 16 Jugendliche auf den Weg nach Stavoren am Ijsselmeer, wo das Segelschiff Ortolan bereits auf seine Crew wartete.
Nachdem alles an Bord gebracht und verstaut worden war, gab Matrosin Anni eine erste „Einweisung“ und erklärte den aufmerksamen Neulingen und teils gestandenen Segler*innen das Schiff: Klüver-, Fok, Groß- und Bezansegel – Niederholer, Piek… und vieles mehr. Danach zeigte Anni die wichtigsten Knoten um Taue und Seile sicher zu befestigen – da kam dann auch der 8-8-9er ins Spiel, ein simpler aber wirkungsvoller Knoten. Als Mitbringsel für alle Mitreisenden hatte Mitsegler Eberhard für jeden ein blaues Cap mit einem von ihm eigens für die Segelfreizeit kreierten Motiv bedrucken lassen – dafür von hier aus nochmals herzlichen Dank. Auch die mit Segelfreizeit-Motiv bedruckte Flagge fand großen Anklang und wurde zusammen mit einer mitgebrachten Piratenflagge gehisst. Somit konnte es losgehen.
Von Stavoren aus segelte Skipper Roman die Ortolan mit tatkräftiger Unterstützung der Mannschaft zu ihrem ersten Reiseziel: Workum. Im dortigen Hafen angekommen galt es erstmal noch einen kleinen Vorrat an Lebensmitteln zu erwerben, denn Roman hatte für den nächsten Tag geplant im Wattenmeer „trocken zu laufen“ – das heißt mit dem Plattboden-Schiff bei eintretender Ebbe auf Grund zu laufen. Anschließend war geplant auf dem Meer zu ankern und die Nacht dort zu verbringen. Gesagt, getan, nach einer ruhigen Nacht konnten am Dienstag Morgen alle gut erholt und ausgeschlafen durchs Ijsselmeer segeln und die Schleuse zum Wattenmeer passieren. Die arbeitsfreie Zeit nutzte die Crew zum Chillen an Deck – es wurde zu Gitarrenklängen gesungen oder unter Deck das ein oder andere Spiel gespielt. Wie geplant lief die Ortolan am Abend trocken, die Mannschaft samt Schiffshund Remus konnte das Schiff über eine Leiter verlassen und Zeit bei einem Spaziergang durchs Wattenmeer verbringen. Sogar Herz- und Miesmuscheln konnten die Kids sammeln, diese – so versprach Roman – würde er dann später zubereiten.
Nachdem alle wieder an Bord waren nahm die Ortolan ihre Position für die Nacht ein. Unter sternenklarem Himmel ankerte das Schiff von Dienstag auf Mittwoch im Wattenmeer. Am Morgen hieß es: Kurs auf Texel nehmen. Da Wind und Wetter es gut meinten, kamen die Segler und Seglerinnen schon früher als geplant im Hafen von Texel an. Der Rest des Tages stand zur freien Verfügung. So ging es als erstes zum, laut Roman, „besten Kibbeling“-Restaurant im Ort. Gestärkt wurden dann zu Fuß Oudeschild oder mit dem Rad Den Burg und andere Inselteile erkundet. Nach dem vom Küchenteam des Tages zubereiteten Abendessen ging es nach Einbruch der Dunkelheit zu Fuß zum nahegelegenen Strand, an dem Thomas Weckbecker eine kleine Andacht zur Geschichte von Jona und dem Wal hielt.
Wieder an Bord wurde, wie schon an den Abenden zuvor, das ein oder andere Gesellschaftsspiel gespielt. Neben diversen Klassikern hatte Jugendleiter Freddy Pütz auch wieder das ein oder andere neue Spiel nahezu „frisch von der Messe“ im Gepäck. Alt und Jung zockten gemeinsam bis in die späten Abendstunden. Da für den Freitag kaum Wind gemeldet war, konnten am Donnerstag leider keine weiteren Inseln im Wattenmeer mehr angesteuert werden. Stattdessen musste die Mannschaft zusehen, dass die Ortolan am Donnerstag möglichst nah an den Startpunkt Stavoren zurück gesegelt wird. So hieß das Ziel für den Donnerstag dann Hindeloopen am östlichen Ufer des Ijsselmeeres. Nach einem langen Seetag erkundete die Segeltruppe das kleine Örtchen, bevor nach dem Essen der letzte gemeinsame Abend anbrach.
Nach einer kurzen Segeletappe lief die Ortolan am Freitag Mittag wieder in den Hafen von Stavoren ein. Jetzt hieß es packen und zusammen alles wieder von Bord schaffen. Nach einer Abschiedsrunde auf dem Schiff stand dann das große Reinemachen an. Das Deck wurde geschrubbt und auch das Innere des Schiffs wurde blitzeblank gesäubert. An Land gab es dann zur Stärkung nochmal Kibbeling und Pommes und für alle zum Andenken ein Stück Segeltau, bevor sich die drei Busse am Nachmittag auf den Weg zurück nach Wahlscheid machten. Eine wunderschöne Woche ging kurz nach 21 Uhr zu Ende und die Segelcrew wurde von den Liebsten in Empfang genommen. Lust auch mal mit dabei zu sein? Dann schon mal die Woche nach Ostern vormerken und gerne auch schon Interesse bekunden.
Text und Bilder: Nicole Swerbinka
Spendenübergabe in Sankt Augustin!

DANKE, dass ihr das möglich gemacht habt!
Wie in jedem Jahr kommt auch der Erlös des Nikolausmarktes 2025 einem guten Zweck zu Gute. Wir, und auch die beiden „Begünstigten“ sind überwältigt, was unter dem Strich als Spende überbleibt.
Beachtliche 8.902€ können wir als Erlös des Nikolausmarktes 2025 verzeichnen. Das ist der Wahnsinn und wohl kaum mehr zu toppen. Wir haben den jeweils hälftigen Betrag an den Verein zur Förderung der Kinderklinik St. Augustin e.V. und an den Ambulanten Hospizdienst St. Augustin gespendet.
Mitte März fand die symbolische Scheckübergabe statt an der für die Kirchengemeinde die stellv. Vorsitzende des Presbyteriums, Ariane Fuchs und für den Förderverein der Direktor der Kinderklinik und 1. Vorsitzende des Fördervereins Prof. Dr. med. Gerd Horneff sowie für den Hospizdienst der Vorsitzende Frank Steeger samt Kolleg*innen teilnahm. Die Freude über einen solch hohen Spendenbetrag war bei beiden groß und es lassen sich mit dem Geld viele wichtige Projekte realisieren.
Das Geld kommt in der Kinderklinik Anschaffungen und Projekten zu Gute, die vor allem dazu dienen, die Versorgung der jungen Patienten über die Normalversorgung hinaus zu optimieren. So sollen zum Beispiel auch die Angehörigen gut untergebracht sein und sich wohlfühlen, wenn sie den kleinen Patienten zur Seite stehen. Auch diese profitieren selbstverständlich von unserer Spende – so werden damit Anschaffungen getätigt, die zu einer Wohlfühlatmosphäre im Klinikum beitragen. Im Vordergrund steht stets, dass der Aufenthalt für die Familien so gestaltet werden soll, dass er trotz allem in guter Erinnerung bleibt.
Der Ambulante Hospizdienst, der nicht nur im Bereich der Sterbebegleitung, sondern auch in der Trauerbegleitung aktiv ist, wird unsere Spende nutzen, um noch mehr Menschen in der Trauerbegleitung zu befähigen. Dieser Bereich ist von der Ausbildung bis zur Betreuung der Ehrenamtlichen komplett auf Spenden angewiesen.
So geben wir den Dank für die beeindruckende Spende in Höhe von zweimal 4.451€ gerne auch an Sie und Euch als Besucher*innen und/oder Mitwirkende unseres Nikolausmarktes weiter – denn ohne Sie und Euch wäre dies nicht möglich gewesen.
Text und Fotos: Nicole Swerbinka








